Querdenker als Motor der digitalen Transformation

Die zunehmende Digitalisierung fordert von Unternehmen eine wachsende Bereitschaft für komplexe Abläufe, eine geringere Planbarkeit und den Wandel von Zielgruppen. Dafür bedarf es nicht nur der Transformation von Prozessen und Strukturen, auch die Kompetenzen und Soft Skills der Mitarbeiter müssen neu gewichtet werden.

Kontinuität und Konformität als Bremsklötze

In vielen Firmen gehören die Akzeptanz des Status quo, Mehrheitsmeinungen und ein hoher Anpassungsdruck zur Unternehmenskultur. Indem sie im Strom schwimmen, hoffen die Mitarbeiter auf soziale Akzeptanz und Karrierechancen. Wer aber im Gleichschritt marschiert, wird nie über das geforderte Mindestmaß hinauswachsen und kann kein überdurchschnittliches Engagement an den Tag legen. Orientieren sich Denken und Handeln zudem an Mustern, die in der Vergangenheit geprägt wurde, werden neue Herausforderungen erst spät erkannt und die Zukunft wird reaktiv statt mutig gestaltet.

Nonkonformismus als Antriebsfeder

In jedem Unternehmen gibt es Querdenker, die sich ihre Originalität nicht verbieten lassen und stets abseits des Mainstreams unterwegs sind. Da diese Menschen noch nie gerne ausgetretenen Pfaden gefolgt sind, nehmen sie die Herausforderungen der digitalen Transformation besonders bereitwillig an. Dafür müssen sie nicht mit Gewohnheiten brechen: Sie sind es gewohnt, alte Muster neu zu denken.

Wichtige Eigenschaften konstruktiver Nonkonformisten

Keineswegs der Schublade der Querulanten zuzuordnen sind Nonkonformisten, die sich durch emotionale Intelligenz auszeichnen: Wenn sie mit ihrer Meinung auf Widerstand stoßen, setzen sie sich mit Gegenthesen auseinander, hinterfragen die eigenen Position und wissen diese ihren Kritikern zu vermitteln. Ihre mentale Flexibilität hilft diesem zukunftsfähigen Mitarbeitertypus, mit der wachsenden Mehrdeutigkeit und den wenig transparenten Beziehungen zwischen Ursache und Wirkung in der digitalen Welt zurechtzukommen. Dank seines nichtlinearen Denkens findet er immer wieder unkonventionelle Ansätze. Seine Agilität ermöglicht es ihm, wie ein Kunde zu denken und die Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen unvoreingenommen auf den Prüfstand zu stellen.

Konstruktive Nonkonformisten mögen zwar ihren angepassten Kollegen immer wieder auf den Schlips treten, haben aber stets den Erfolg des Unternehmens im Blick. Auch wenn sie als „Nervensägen“ wahrgenommen werden, fordern sie entgegen aller Zweifel und Unsicherheiten konsequent die Vielfalt des Denkens ein.

Möchten Unternehmen Digital Leadership etablieren, müssen sie Selbstbewusstsein an den Tag legen und den Nonkonformisten in ihrem Team ausreichend Raum für Kreativität geben.

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